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Eine Anhängerkupplung ermöglicht es, einen Anhänger oder einen Wohnwagen zu ziehen und somit den Einsatzbereich seinen Fahrzeuges deutlich zu erweitern. Auch viele Fahrradträger lassen sich an der Anhängerkupplung befestigen, diese Lösung ist deutlich spritsparender als ein Dachträger. Wenn ab Werk keine Anhängerkupplung vorhanden ist, kann man leicht eine solche Vorrichtung nachrüsten. Für fast alle Modelle gibt es eine Auswahl an unterschiedlichen Nachrüstsätzen für Anhängerkupplungen. Handwerklich geschickte Autofahrer können eine Anhängerkupplung auch selber einbauen, dies ist oft günstiger und preiswerter als der der Besuch einer Werkstatt. Dabei sollte vor allem darauf geachtet werden, dass das System zum Fahrzeug und zu den Aufnahmen der Träger und der Stoßstange passt. Der Kupplungskopf selber ist hingegen schon seit vielen Jahrzehnten normiert, außer bei Traktoren oder LKWs sind ausschließlich diese Standard-Kugelköpfe im Einsatz.
Weitere Informationen zu Anhängerkupplung
Grundsätzlich wird zwischen zwei Systemen unterschieden, nämlich festen und abnehmbaren Anhängerkupplungen. Während bei festen Kupplungen der Kugelkopf fest am Träger angebracht ist und unter dem hinteren Stoßfänger hervorsteht, lässt sich dieses deutlich sichtbare Teil bei einigen Bausätzen abnehmen und nur bei Bedarf in eine spezielle Halterung anbringen. Für beide Arten der Anhängerkupplung muss jedoch ein Träger hinter der Stoßstange an der Karosserie angebracht werden. Zusätzlich muss eine Steckdose zur Stromversorgung des Anhängers ans Bordnetz angeschlossen werden. Damit werden die Beleuchtungseinrichtungen des Anhängers versorgt und an die Schalter des Zugfahrzeuges angeschlossen, bei Wohnwagen werden können zudem auch die inneren elektrischen Einrichtungen zumindest vorübergehend aus der Batterie des Wagens gespeist werden. Die meisten Bausätze für nachrüstbare Anhängerkupplungen beinhalten alle benötigten Teile inklusive einer Einbauanleitung. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Anhängerkupplung geprüft ist, anschließend muss sie in die Papiere eingetragen werden.
Wer an seinem Fahrzeug eine Anhängerkupplung nachrüsten möchte, sollte sich zunächst entscheiden, ob er eine abnehmbare oder eine feste Anhängerkupplung haben will. Die Variante, bei der der Kugelkopf separat angebaut wird und nur bei Bedarf installiert wird, empfiehlt sich vor allem für Autofahrer, die nur gelegentlich einen Wohnwagen ziehen oder einen Fahrradträger auf der Kupplung installieren möchten. Auch bei hochwertigen Fahrzeugen, deren Optik durch eine Anhängerkupplung gestört wird, empfiehlt sich die abnehmbare Variante. Wer hingegen regelmäßig einen Anhänger nutzt, wer Tag für Tag beruflich eine Anhängerkupplung benötigt oder wer ein Auto fährt, dessen Optik nicht von einer Anhängerkupplung behindert wird, ist mit einer festen Anhängerkupplung besser bedient.
Beim Einbau müssen vor allem die richtigen Befestigungspunkte beachtet werden. Bei guten Nachrüstsätzen wird genau beschrieben, wo genau die Träger der Kupplung befestigt werden müssen. Einige Modelle haben auch ohne eine werksseitige Anhängerkupplung bereits die entsprechenden Bohrlöcher oder Gewinde, andere haben an den entsprechenden Stellen Markierungen oder Bohrhilfen, die dem Hobby-Schrauber die Arbeit erleichtern. Für den Kugelkopf, der unter dem Stoßfänger hervorschaut, muss bei Bedarf eine Öffnung in die Stoßstange geschnitten werden. Auch hier kommen die Autohersteller den Bastlern teilweise entgegen. Entweder gibt es Sollbruchstellen oder einfache Kappen, die nur abgenommen werden müssen. Bei anderen Modellen, deren Stoßfänger aus zwei Teilen bestehen, kann der jeweilige Teil oft gegen eine entsprechend vorbereitete Variante getauscht werden. Dies führt natürlich zu weiteren Kosten, wer es günstiger haben will, kann auch einfach eine Öffnung in den Kunststoff sägen.
Ein weiterer wichtiger Teil ist die Elektroinstallation, um Blinker, Heckleuchte und Bremsleuchte des Anhängers mit Strom zu versorgen. Neben der Anhängerkupplung wird dazu eine sieben- oder dreizehnpolige Steckdose installiert, die ans Bordnetz angeschlossen wird. Bei älteren Modellen muss dazu nur das Blinkrelais getauscht werden, moderne Fahrzeuge mit umfangreicher Elektronik verlangen auch ein eigenes Steuergerät. Dazu muss dass entsprechende Kabel meistens einmal durch das ganze Auto verlegt werden. Auch hierzu sollten in den Bedienungsanleitungen die entsprechenden Hinweise und Arbeitsschritte zu finden sein.









