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Kupplungsscheibe

 

Die Kupplungsscheibe, auch Reibscheibe oder Mitnehmerscheibe genannt, ist eines der wichtigsten Teil der Kupplung bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe. Sie sitzt zwischen den Schwungscheiben von Motor und Getriebe und sorgt dafür, dass die Verbindung stufenlos getrennt und wieder hergestellt werden kann. Durch eine spezielle Beschichtung können beim Einkuppeln die Drehzahlen langsam aneinander angeglichen werden. Diese Schicht, die in ihrer Zusammensetzung den Bremsbelägen sehr ähnlich ist, kann im Laufe der Zeit verschleißen, besonders, wenn oft mit „schleifender Kupplung“ oder mit großen Lasten gefahren wird. In diesem Fall bleibt nur ein Tausch der Kupplungsscheibe oder gleich der gesamten Kupplung. Die Kupplungsscheibe gehört deswegen zu den typischen Verschleißteilen. Es ist jedoch sehr unterschiedlich, wann ein Austausch notwendig ist, bei schonender Fahrweise kann sie auch ein gesamtes Fahrzeugleben lang halten kann.

 

Der Einbau einer neuen Kupplungsscheibe ist sehr aufwändig. Um an sie und alle anderen Teile der Kupplung heranzukommen, muss zunächst das Getriebe ausgebaut werden. Je nach Fahrzeug ist es bisweilen ausreichend, wenn das Getriebe gelöst und abgesenkt wird, der Arbeitsaufwand ist jedoch nur wenig geringer. Da nur sehr erfahrene Hobby-Schrauber diese Arbeiten selbst erledigen können, ist ein Besuch der Werkstatt zum Ausbau der Kupplungsscheibe meistens unvermeidbar. Wesentlich günstiger und preiswerter ist es, die Kupplung nicht allzu lange schleifen zu lassen und so den Belag der Kupplungsscheibe zu schonen. Wenn doch einer Reparatur notwendig wird, dann empfiehlt es sich, gleich einen kompletten Kupplungssatz zu bestellen und einzubauen. Dabei ist ein Großteil der Bestandteile der Kupplung bereits vormontiert, es ist günstiger und preiswerter. Zudem wird die Gefahr verringert, dass die Kupplung wegen weiterer Schäden in naher Zukunft ein weiteres Mal auseinandergebaut werden muss.




Weitere Informationen zu Kupplungsscheibe


 

Die Kupplung mit der Kupplungsscheibe ermöglicht es dem Fahrer, die Kraftübertragung zwischen dem Motor und dem restlichen Antriebsstrang bei Bedarf zu unterbrechen und stufenlos wieder herzustellen. Auf der Kurbelwelle und auf der Eingangswelle des Getriebes sitzt je eine Schwungscheibe, dazwischen befindet sich die Kupplungsscheibe. Diese Scheiben werden mit der Kraft einer Tellerfeder aufeinander gepresst. Die Beläge der Kupplungsscheibe, die in Zusammensetzung und Eigenschaften den Bremsbelägen ähneln, verhindern, dass die Scheiben durchrutschen und übertragen die Kraft ohne Verluste. Wenn die Schwungscheibe des Motors jedoch eine andere Drehzahl hat als die Scheibe des Getriebes, beispielsweise beim Anfahren, entsteht Reibung. Die Kupplung „schleift“ dann, dies sollte möglichst schnell beendet werden, indem das Kupplungspedal komplett losgelassen wird. Dabei werden die Beläge abgenutzt, mit der Zeit kann dadurch die Kraftübertragung immer schlechter werden. Besonders stark ist die Abnutzung, wenn das Fahrzeug oft Anhänger ziehen oder an Steigungen anfahren muss. Dann sind die Kräfte größer und die Kupplung wird stärker belastet, bis die Drehzahlen von Kurbelwelle und Getriebewelle identisch sind und die Kupplung keinen Schlupf mehr hat.

 

Neben diesem natürlichen Verschleiß kann eine durchrutschende oder „rupfende“ Kupplung auch andere Ursachen haben. Wenn Öl aus dem Getriebe oder dem Motor eindringt und den Belag verschmutzt, ist eine richtige Kraftübertragung ebenfalls nicht mehr möglich. Auch wenn die Federplatte verschlissen oder beschädigt ist, kann die Kupplung nicht mehr richtig geschlossen werden. Die Beläge der Kupplungsscheibe können durch zu große Belastung brechen, oder aber die einzelnen Scheiben bekommen einen Schlag und dadurch eine Unwucht. Dies kann passieren, wenn über den Antriebsstrang sehr harte Schläge an das Getriebe und die Kupplung weitergegeben werden oder aber das Getriebe beschädigt und verklemmt ist. Dadurch liegen die einzelnen Kupplungsscheiben nicht mehr richtig aufeinander, sie springen über und führen zu einer ungleichmäßigen Kraftübertragung. Da die Kupplung zwischen Motor und Getriebe sitzt und nur erreicht werden kann, wenn eines dieser Teile ausgebaut wird, ist die Reparatur sehr kompliziert und erfordert spezielles Know-How und besondere Werkzeuge.