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Neben herkömmlichen Radschrauben können die Räder auch mit Radbolzen und dem entsprechenden Zubehör angebracht werden. Diese Radbolzen sind Metallstifte mit dem passenden Gewinde, die in die Öffnungen der Radnabe und der Bremsscheibe geschraubt werden. Anschließend wird das Rad angebracht und dann mit passenden Muttern auf den Radbolzen festgeschraubt. Die Radmuttern sind an den hinteren Seiten oft konisch geformt, um eine möglichst große Auflagefläche zu bieten und das Rad zu zentrieren.
Für den normalen Radwechsel bedeutet es keinen Unterschied, ob der Wagen Radbolzen oder Radschrauben hat. Vielmehr ist der Tausch eines Rades mit Stehbolzen ein wenig einfacher als der Anbau mit Radschrauben. Die jeweilige Methode wird jedoch von der verwendeten Radnabe vorgegeben, eine freie Auswahl ist nicht möglich. Der Vorteil besteht außerdem darin, dass beim Abbau von Alu-Felgen keine komplett neuen Radschrauben notwendig werden, sondern auf die vorhandenen Radbolzen nur neue Muttern geschraubt werden müssen. Dies ist in der Regel günstiger und preiswerter als die Anschaffung neuer Radschrauben. Bei der Wahl der Muttern muss allerdings nach wie vor darauf geachtet werden, dass sie zum Material und zu dem Aufnahmelöchern der Felge passen.
Weitere Informationen zu Radbolzen & Zubehör
Die Radbolzen sind meistens in entsprechende Aufnahmelöcher der Radnabe eingeschraubt. Bolzen, die fest mit der Nabe verbunden sind, sind prinzipiell auch möglich, werden jedoch nur noch selten eingesetzt. Wenn ein Rad gewechselt werden soll, dann unterscheiden sich die notwendigen Arbeitsschritte bei Radbolzen nicht von denen bei Radschrauben. Nachdem alle Radmuttern jedoch gelöst worden sind, hängt das Rad nach wie vor auf den Bolzen, der Aus- und Einbau wird dadurch deutlich einfacher. Bei Radschrauben hingegen fällt das Rad nach lösen der letzten Schraube herunter und muss beim Einbau mit etwas Mühe solange in der richtigen Höhe gehalten werden, bis die erste Schraube befestigt ist.
Wenn an einem Fahrzeug mit Radbolzen die Spur verbreitert werden soll, dann sind hier jedoch mehr Vorarbeiten notwendig, denn meistens müssen die alten Radbolzen dafür ausgetauscht werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die gewählte Spurverbreiterung für Radnaben mit Radbolzen geeignet ist. Die alten Bolzen müssen dann durch neue, längere Radbolzen ausgetauscht werden, diese müssen dabei exakt zur Stärke der Spurplatte und des Materials der Felge passen. Unter Umständen müssen auch die Mutter angepasst werden. Spezielle Radbolzen gibt es auch für stärkere Belastungen, etwa im Motorsport. Wegen der schnelleren Reifenwechsel sind Radbolzen hier besonders weit verbreitet, solange nicht die Lösung mit einer zentralen Mutter verwendet wird.
Auch bei Radbolzen gibt es Lösungen, die die Räder und Felgen vor Diebstahl schützen. Dabei haben die Radmuttern nicht einen normalen Sechskant-Kopf oder einen Torx-Kopf, sondern eine spezielle Form, die keiner der gängigen Normen entspricht. Um sie zu lösen, wird ein spezieller Aufsatz benötigt, der den Radmuttern beiliegt. Ohne diesen können die Muttern nicht von den Radbolzen abgeschraubt um gestohlen werden, der Besitzer jedoch kann den Adapter auf die Mutter aufsetzen und diese dann mit einem herkömmlichen Radkreuz, Schraubenschlüssel oder Schlagbohrer lösen. Bei allen Arbeiten, für die die Räder gelöst werden, gilt jedoch ein wichtiger Sicherheitshinweis, egal ob es sich um Radbolzen oder Radschrauben handelt. Nach dem Einbau müssen sie nach etwa 50 bis 100 Kilometern geprüft und nachgezogen werden, damit sie sich nicht während der Fahrt lösen können!









