Mercedes-Benz – eine Automobilgeschichte

Entstanden ist die Marke Mercedes-Benz in den 1920er Jahren. 1926 schloss sich die Daimler-Motor-Gesellschaft von Gottlieb Daimler, die sich 1902 die Marke Mercedes hatte schützen lassen, mit dem Konkurrenten Benz & Co. von Carl Benz zusammen, um gemeinsam Automobilgeschichte zu schreiben. Unter der Marke Mercedes-Benz werden seitdem hochwertige Pkw, aber auch Vans, Transporter, Lkw, Busse und andere Nutzfahrzeuge gebaut. Der markante Mercedes-Stern geht dabei, in einer ursprünglichen Form, auf Gottlieb Daimler zurück, der seiner Frau schon damals prophezeite, „dass dieser Stern einmal segensreich über seinem Werk aufgehen werde“. 1909 wurde der Stern als Markenzeichen eingetragen und seit 1010 bereits schmückt er den Kühler der Mercedes Modelle.

Das erste Automobil

Das erste Auto der Welt allerdings hatte Benz entworfen: den Benz-Patent-Motorwagen Nummer 1. Das Einzylinder-Dreirad wird nun, am 29. Januar 2011, 125 Jahre alt. Die Patentschrift Nummer 37435 gilt denn auch als Geburtsurkunde des Automobils. Carl Benz kam seinem Mitstreiter (und späterem Geschäftspartner) Gottlieb Daimler damit um nur wenige Monate zuvor. Der hatte etwas später eine Pferdekutsche kurzerhand mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet und damit ebenfalls ein „Automobil“ (ein selbstbewegliches Gefährt) geschaffen.

Wie bei (fast) allen technischen Neuerungen war auch diesem Mobil die Reaktion der späteren Autofahrer anfänglich ziemlich negativ, wie Carl Benz selber festhielt: „Das Staunen und Bewundern schlägt um in Mitleid, Spott und Hohn. Wie kann man sich in einem unzuverlässigen, armseligen, lautlärmenden Maschinenkasten setzen, wo es doch genug Pferde gibt auf der Welt.“

Eine Frau, genauer seine Frau, verhalf der skeptisch beäugten Erfindung von Carl Benz dann aber zu ihrem Durchbruch. Bertha Benz unternahm, ohne Wissen ihres Mannes, die erste Langstreckenfahrt in der Automobilgeschichte, als sie die etwa 100 Kilometer lange Fahrt zu ihren Verwandten im Benz-Modell-Nummer 3 unternahm.

Von diesen ersten Automobilen bis hin zu den heutigen Mercedes-Benz Modellen war es dann noch ein weiter Weg. Die harte, unbequeme Holzbank wich nach und nach den komfortablen, gepolsterten und zum Teil auch beheizten Sitzen der heutigen Modelle, die Speicherräder wurden durch moderne Pneus, gerne auch auf die wetterbedingten Straßenverhältnisse angepasst, ersetzt und der Motor wurde sowohl kleiner und leichter als auch leistungsfähiger. (Der erste Motor hatte etwa 1 PS und konnte eine Spitzengeschwindigkeit von 16 km/h erreichen.) Der Wagen bekam mit der Zeit noch weitere komfortable Extras wie Dach, Spiegel &. Co – von Einparkhilfe, ESP und den anderen nützlichen Helfern gar nicht erst zu reden.

Wer noch einmal das Gefühl eines Automobilpioniers nachspüren möchte, kann für etwa 65.000 Euro einen der Nachbauten des Modells Nummer 1 erwerben. Allen anderen sind wohl mit einem der hochwertigen und komfortablen, aktuellen Mercedes-Benz Modelle besser bedient. Diese werden im Mercedes Technology Center in Stuttgart-Sindelfingen konzipiert und mit einer der charakteristischen internen Bezeichnungen versehen.

Bezeichnung

Seit 1946 wird dafür eine dreistellige Baureihennummer verwendet, denen einer der folgenden Buchstaben vorgestellt wird: W steht für Wagen (Limousine), S für Stationswagon (Kombi), das R für Roadster, das C für Coupé und das A für Cabriolet, das X für Geländewagen bzw. SUV und das T für Tourer. Als Verkaufsbezeichnung wird hingegen nicht die Baureihennummer verwendet, sondern eine zwar ebenfalls dreistellige Zahl, die aber (mit einigen Ausnahmen) für ein Zehntel des Hubraums steht. Der Mercedes 200 beispielsweise hat also einen Hubraum von etwa 2000 cm³. Ab 1993 gibt es außerdem Unterteilungen in einzelne Modellreihen wie A-Klasse, C-Klasse oder E-Klasse. Diese ist der dreistelligen Zahlenreihe noch vorangestellt. Seit 2009 wiederum wird unter der 220er-Marke in 20er Schritten runtergezählt wird und oberhalb der 250er-Marke in 50er Schritten nach oben. So kommen Bezeichnungen wie Mercedes-Benz E 200 zustande. Als Verkaufsbezeichnungen werden außerdem unter anderem diese Buchstabenkürzel verwendet: L für verlängerter Radstand, S für S- bzw. Sonderklasse, SL für Sport-Leicht, SLK für Sport-Leicht-Kurz und SLS für Sport-Leicht-Super.  Da aber mit diesen Verkaufsbezeichnungen meist das Baujahr nicht zugeordnet werden kann, wird häufig auf die internen Bezeichnungen zurückgegriffen.

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