Ein paar einfache Tipps, die helfen den Verschleiß der Autoteile zu verringern

Aufschließen, einsteigen, Zündschlüssel drehen, Gang rein und los, kurz zum Bäcker 200 Meter weiter, halb auf dem Bürgersteig geparkt, weil keine Parklücke in Sicht und rasant zurück. Wem ein solches Szenario bekannt vorkommt, sollte vielleicht mal sein Autofahrverhalten überdenken, um die Lebensdauer seines Fahrzeugs zu erhöhen – und natürlich auch die Reparaturkosten zu senken.

Zwar gilt das Auto als des Deutschen liebstes Stück, doch im alltäglichen Umgang wird ihm leider nur selten die nötige Pflege und Sorgfalt gegönnt, die es eigentlich verdient. So lange der Wagen nicht muckt, qualmt oder merkwürdige Geräusche von sich gibt, wird er einfach nur benutzt. Doch Verschleißerscheinigungen an einzelnen Autoteilen machen sich meist erst bemerkbar, wenn es zu spät ist – und teure Reparaturen sind die Folge.

Mit ein bisschen Pflege und den folgenden einfachen Tipps lässt sich jedoch die Haltbarkeit der Bauteile und damit auch der Wert des Autos steigern:

Regelmäßig Öl kontrollieren

Foto: © reschke / PIXELIO

Jedes dritte Auto in Deutschland ist mit zu wenig Öl unterwegs. Doch nur gut geschmierte Autoteile können optimal funktionieren. Fehlt es an Schmiermittel, erhöht sich die Reibung und eine ordentliche Kühlung kann nicht mehr gewährleistet werden. Es droht der Verschleiß an Motorteilen bis hin zum Motor-Totalschaden. Der Ölstand sollte daher in regelmäßigen Abständen, am besten aller zwei bis drei Wochen, kontrolliert und eventuell Motoröl nachgefüllt werden. Auf diese Weise lässt sich auch schnell erkennen, ob eventuell ein Bauteil undicht ist und repariert werden muss. Und die Kontrolle des Ölstands geht nun wirklich sehr schnell von der Hand: Ölpeilstab herausziehen, am besten an einem sauberen Papiertuch abstreifen, erneut eintauchen und wieder herausziehen. Der optimale Stand des Motoröls liegt zwischen den beiden Markierungen am Ölstab. Tipp: Auch ein zu hoherer Ölstand ist schlecht, da zu geringe Reibung einen stärkeren Kraftstoffverbrauch verursacht. Bei der Wahl des richtigen Motoröls sollte die vom Autohersteller vorgeschriebene Leistungsfähigkeit beachtet werden.

Regelmäßig Reifen kontrollieren: Der richtige Reifendruck ist entscheidend, denn er verringert nicht nur den Spritverbrauch, sondern ist auch sicherheitsrelevant. ADAC-Tests ergaben, dass die Spurtreue in Kurven um bis zu 50 bis 80 Prozent abnimmt, wenn der Reifendruck lediglich um 0,5 bar unterschritten wird. Zu niedriger Reifendruck nimmt den Reifenwänden die Stabilität und kann dazu führen, dass der Reifen platzt. Tipp: Der Luftdruck der Reifen sollte regelmäßig, wenn nicht gar monatlich, gecheckt werden. Bei der Gelegenheit können die Reifen auch gleich auf mögliche Schäden und Verschleiß kontrolliert werden. Besonders vor langen Urlaubsreisen mit viel Gepäck sollte unbedingt der Reifendruck geprüft und ggf. erhöht werden.

Kurzstrecken vermeiden: Wenn das Auto immer nur in der Stadt genutzt und selbst für kürzeste Strecken bemüht wird, hat der Motor nie die Chance richtig warm zu werden und auf Betriebstemperatur zu kommen. Folgen: Kondenswasser und Kraftstoff sammeln sich im Öl, dadurch nimmt die Ölqualität ab und die Motorteile verschleißen schneller. Tipp: Ist der Motor noch nicht warm, sollte man auch entsprechend fahren und hohe Drehzahlen vermeiden, sonst drohen Motorschäden und -verschleiß. Zu beachten ist außerdem, dass Wasser und Öl unterschiedlich schnell warm werden. Falls das Auto nicht über längere Strecken bewegt werden kann, muss das Öl entsprechend öfter gewechselt werden.

Die richtige Fahrtechnik: Die Kupplung schleifen zu lassen bzw. an der Ampel mit getretener Kupplung zu warten, schadet den Kupplungsbelägen und führt zu frühzeitigem Veschleiß. Genauso schlecht sind Lenkmanöver bei getretener Bremse, die die Autoteile von Lenkung und Vorderachse unnötig belasten.

Auch bei Einparkmanövern gibt es einiges zu beachten. Nicht nur Lack und Stoßstange können beim unbedachten Einparken in Mitleidenschaft gezogen werden, auch die Reifen leiden unter Bordsteinremplern und zu schnellem und im flachen Winkel über den Bordstein fahren. Das Tückische daran ist, dass diese Schäden am Reifen selten direkt zu sehen sind. Oft platzt erst später unerwartet der Reifen aufgrund dieser Untergewebsschäden.

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Ein Kommentar

  1. Am 26. April 2011 um 16:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

    top!