Nicht unterschätzen: monatliche Betriebskosten für das Auto

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Wer ein neues Auto kauft, der rechnet natürlich mit den Anschaffungskosten und eventuell auch mit den monatlichen Leasing- oder Finanzierungsraten. Das sind erstmal die wichtigsten Kosten, die man für ein Auto aufbringen muss. Doch oft wird vergessen, dass auch Verschleiß, Wertverlust und Wartungsarbeiten Geld kosten. Außerdem muss man natürlich auch schauen, wie viel Sprit der Wagen verbraucht, um die Spritkosten einkalkulieren zu können und auch Steuern und Versicherungskosten sollte man nicht außer Acht lassen. Diese Posten werden unter dem Punkt Betriebskosten zusammengefasst und müssen monatlich eingerechnet werden.

Nach Immobilien ist das Auto die teuerste Investition der Deutschen. Durch die steigenden Spritpreise muss man jeden Monat mehr Geld einplanen, um weiterhin mobil zu bleiben. Die Betriebskosten werden da schnell vergessen, da man sie nicht direkt zu spüren bekommt. Doch muss man, wenn man mit einem Neuwagen 15.000 Kilometer im Jahr fährt, mindestens 313 Euro einkalkulieren. Dieser Wert gilt für den Smart Fortwo, der laut einer Liste der Zeitschrift Auto, Motor und Sport, die geringsten Betriebskosten aufweist. Das teuerste Auto ist demnach der Audi R8 5.2 FSI quattro, mit monatlichen Betriebskosten von 2.694 Euro.

Wenn man die Betriebskosten auf einen Preis pro Stunde umrechnet, dann kostet eine Stunde Fahren im Smart, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 58 km/h, 14,52 Euro. Im Audi kostet eine Stunde Fahrspaß schon 125,00 Euro. Die beliebtesten Autos der Deutschen liegen zwischen diesen Extremen.

Allgemein kann man sagen: Je höher die Fahrzeugklasse, desto höher die Betriebskosten. Andere Kleinst- und Kleinwagen kosten nur unwesentlich mehr als der Smart. Für den Hyundai i10 werden 341 Euro monatlich bzw. 15,82 Euro stündlich fällig, der Opel Corsa kostet 358 Euro/Monat bzw. 16,61 Euro/Stunde und für den Toyota Aygo zahlt man 319 Euro/Monat bzw. 14,80 Euro/Stunde. Der Toyota IQ, der oft in direkter Konkurrenz zum Smart gesehen wird, ist dagegen vergleichsweise teuer. Er kostet nämlich 397 Euro im Monat bzw. 18,42 Euro pro Stunde.

Die Kosten bei den Kompaktwagen liegen ebenfalls relativ dicht beieinander. So zahlt man für eine Stunde im BMW 118d 26,31 Euro, ein ganzer Monat schlägt mit 567 Euro zu Buche. Für den Ford Focus 1.6 TDI sollte man 22,78 Euro pro Stunde beziehungsweise 491 Euro im Monat einplanen und wer den Opel Astra 1.4 Turbo fahren will, der sollte mit 503 Euro im Monat beziehungsweise 23,34 Euro in der Stunde rechnen. Auch die anderen Kompaktmodelle unterscheiden sich nur geringfügig, was die Betriebskosten angeht; Beim VW Golf 1.4 TSI zahlt man 25,24  Euro/Stunde bzw. 544 Euro/Monat, beim Audi A3 2.0 TDI werden 26,17 Euro/Stunde bzw. 564 Euro/Monat fällig und der Renault Mégane TCe kostet 25,43 Euro die Stunde und 548 Euro im Monat.

Die höchsten Betriebskosten zahlt man für Fahrzeugmodelle aus der Oberklasse oder von Premiumherstellern. So werden zum Beispiel für den Lexus LS 600h 108,21 Euro pro Stunde bzw. 2.332 Euro im Monat fällig. Wer sich den Wagen mit einem Grundpreis von 109.400 Euro leistet, dürfte sich daran aber wohl eher weniger stören. Auch bei Audi R8 (2.694 Euro/Monat; 125,00 Euro/Stunde) und Q7 (2.678 Euro/Monat; 124,26 Euro/Stunde) dürften die Betiebskosten wohl keinen potentiellen Käufer abschrecken. Ebenso wenig wie die Kunden vom Mercedes CL 500 (2.414 Euro/Monat; 112,01 Euro/Stunde) oder dem Porsche 911 GT3 (2.168 Euro/Monat; 100,60 Euro/Stunde), da beide Wagen einen Anschaffungspreis von ca. 120.000 Euro haben.

Vor jedem Neuwagen-Kauf sollte man sich also über die Betriebskosten informieren, da sie schnell dazu führen können, dass vermeintliche Schnäppchen doch ziemliche Geldschlucker sind. Je nach Schadenfreiheitsklasse können die Preise auch bei jedem Autofahrer ganz individuell abweichen.

Die Liste mit der Übersicht über die Betriebskosten der wichtigsten Fahrzeugmodelle

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