Nachdem wir im ersten Teil der Jubiläums-Reihe bereits die ältesten Modelle vorgestellt haben, folgen nun diejenigen, die zwischen 50 und 40 Jahren alt sind.
50 Jahre
Im Jahr 1961 war einiges los. So gab es zum Beispiel den Mauerbau, der erste Mensch hat sich in den Weltraum begeben und John F. Kennedy wurde zum Präsidenten der USA ernannt. Auch in der Automobilindustrie hat sich in diesem Jahr viel getan und so feiern 2011 viele bekannte und beliebte Modelle ihren 50. Geburtstag.
Zu Beginn der 60er Jahre war die Produktpalette von VW noch recht überschaubar und viele Kunden wechselten zu Opel oder Ford-Fahrzeugen. Verständlich, dass die Wolfsburger dies ändern wollten. Neben dem Käfer und dem VW Bus, sollte der VW 1500 (Typ 3) die angebotenen Modelle ergänzen. Obwohl die Fachpresse das Fahrverhalten kritisierte, wurde der der Typ 3 ein Erfolg, da bis 1973 um die 2,6 Millionen Exemplare gebaut wurden.
Der Jaguar E-Type ist bis heute das Traumauto vieler Autoliebhaber. Auf dem Genfer Autosalon 1961 sorgten die 240 km/h Spitzengeschwindigkeit und die lange Motorhaube für viel Aufsehen. Dank des Einsatzes als Dienstfahrzeug des Serienhelden Jerry Cotton, wurde der E-Type auch in Deutschland zum Kultobjekt.
Der Jaguar E-Type genießt bis heute Kultstatus unter Autoliebhabern. Bildquelle: Lothar Spurzem via Wikimedia Commons
Der Renault 4 wurde als Alternative zum VW Käfer und zur „Ente“ von Citroën gesehen und gefeiert. Dank der großen Heckklappe war der Wagen sehr geräumig und dadurch äußerst beliebt bei Familien, die viel transportieren wollten und Studenten, die oft auch im Renault 4 geschlafen haben.
Durch das Wirtschaftswunder kam die westdeutsche weit nach vorne und so war es nicht verwunderlich, dass sich mit Honda auch der erste japanische Autohersteller in Deutschland niederließ. Die European Honda Motor Trading Co. wurde in Hamburg gegründet und spezialisierte sich zunächst auf Motorräder. Einige Jahre später wurden auch die ersten Autos verkauft.
Dass auch Schweden international erfolgreiche Autos bauen können, bewies Volvo im Jahr 1961 mit dem Volvo P1800. Die Idee stammte aus Schweden, das Design aus Italien, gebaut wurde der Wagen in England und am erfolgreichsten war er in Amerika. 10 Jahre später, also vor 40 Jahren, kam der berühmte „Schneewittchensarg“, der P1800 ES auf dem Markt.
Ende der 50er Jahre ging es BMW wirtschaftlich nicht besonders gut und es drohte die Insolvenz, 1959 konnten sich die Münchener gerade noch retten und bereits 1961 konnten sie dank des BMW 1500, der „Neuen Klasse“, wieder Erfolge verbuchen.
Auch der erste Mini Cooper wurde 1961 vorgestellt. Mit Hilfe von Namensgeber John Cooper bewiesen die Briten, dass der süße kleine Flitzer auch ordentlich Power bieten kann. Drei Siege bei der Rallye Monte Carlo sollten Beweis genug sein.
40 Jahre
Der Nachfolger der legendären Pagode, der Mercedes SL Baureihe 107 kam 1971 auf den Markt und sorgte für Diskussionen unter den Mercedes-Anhängern. Die einen fanden ihn zu wuchtig, die anderen waren hingegen begeistert. Die Fans des SL waren offensichtlich in der Überzahl, da diese Baureihe erst 1989 abgelöst wurde.
Im Februar 1971 ließ sich der nächste japanische Autohersteller in Deutschland nieder. Toyota verkaufte den ersten Corolla an einen deutschen Autofahrer. Zu Beginn gab es nur drei verschiedene Modelle, den Corolla, den Corona und die Celica und den legendären Werbeslogan „Nichts ist unmöglich“. Mittlerweile wurde die Modellpalette der Japaner um viele Modelle erweitert.
Der Fiat 127 ist ein Pionier, was die heutigen Maßstäbe im Autobau angeht. Er war, und ist bis heute noch, ein Vorbild für die modernen Kleinwagen mit seinem quer eingebauten Motor und der großen Heckklappe.
Die jüngsten Jubilare gibt es morgen im dritten und letzten Teil.





