Ratgeber: Wechselkennzeichen kosten 100 Euro ab 1. Juli 2012

Ab 01.Juli 2012 können auch Oldtimer Gebrauch vom Wechselkennzeichen machen. Foto: Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Ein Wechselkennzeichen ist ein amtliches Fahrzeugkennzeichen gleichzeitig für zwei auf den gleichen Halter zugelassene Fahrzeuge. In Deutschland können solche Wechselkennzeichen ab dem 1. Juli 2012 beantragt werden. Hier die wichtigsten Informationen dazu.

Für welche Fahrzeuge können Sie Wechselkennzeichen beantragen?

Wechselkennzeichen können Sie ausschließlich für Fahrzeuge der gleichen Fahrzeugklasse beantragen. Außerdem müssen die Kennzeichenbefestigungen baugleich sein, so dass der Wechselteil an beiden Fahrzeugen befestigt werden kann. Das können beispielsweise zwei Pkw sein oder unter bestimmten Umständen auch ein Pkw und ein Wohnmobil. Nicht möglich ist die Verwendung von Wechselkennzeichen für einen Pkw und ein Kraftrad gemeinsam. Die Beantragung erfolgt bei den Straßenverkehrsämtern und sonstigen Zulassungsstellen. Sie ist auch für bereits zugelassene Fahrzeuge möglich.

Wie sind Wechselkennzeichen gestaltet?

Wechselkennzeichen bestehen in Deutschland aus einem ummontierbaren Teil, welches das Fahrzeugkennzeichen nach dem Vorbild der allgemeinen Zulassungsregeln trägt, also Unterscheidungszeichen der Verwaltungsbezirke plus Buchstaben- und Ziffernkombination. Das fest an den Fahrzeugen verbleibende Teil trägt eine Ordnungsziffer. Möglich ist deren Kombination mit einem H, ist das zweite Fahrzeug ein Oldtimer.

Wie können Sie Wechselkennzeichen nutzen?

Am Straßenverkehr teilnehmen darf jeweils nur das Fahrzeug, an dem sich das Wechselteil befindet. Das andere Fahrzeug ist durch das allein verbleibende feste Teil als nicht am Straßenverkehr teilnehmend gekennzeichnet. Es darf während dieser Zeit auch nicht im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt werden. (Bußgeld 40 Euro!) Empfehlenswert ist die Verwendung eines solchen Wechselkennzeichens, wenn Sie beispielsweise ein Cabrio und eine Limousine im Wechsel nutzen. Möglich ist auch, das Wechselkennzeichen faktisch wie eine Saisonzulassung zu verwenden. Das Bundesverkehrsministerium hatte seinerseits die Hoffnung geäußert, dass durch die Einführung von Wechselkennzeichen mehr umweltfreundliche Elektromobile oder kleine Stadtfahrzeuge als Alternativfahrzeuge zugelassen werden.

Kfz-Steuer, Versicherung und TÜV – Das ist zu beachten!

Die Kraftfahrzeugsteuer wird grundsätzlich für beide Fahrzeuge in voller Höhe fällig. Beide Fahrzeuge brauchen zudem eine Haftpflichtversicherung. Hier bieten einige Versicherungsgesellschaften allerdings spezielle Konditionen an. Wenn Sie also eine Zulassung von zwei Fahrzeugen mit Wechselkennzeichen erwägen, reden Sie zuvor mit Ihrer Versicherung darüber! Auch die Bestimmungen für die Vorführung der Fahrzeuge zu den Haupt- und Abgasuntersuchungen bleiben von der Wechselkennzeichen-Regelung unberührt. Jedes der beiden Fahrzeuge trägt seine HU-Plakette auf seinem festen Teil des Wechselkennzeichens, während das Zulassungssiegel auf dem umsteckbaren Teil angebracht ist. Die Zulassungskosten belaufen sich auf rund 100 Euro plus Kosten für die Anfertigung der Kennzeichenteile.

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