AutoBerufe Folge 5: Ausbildung Fahrzeuglackierer

Farbige Zukunftsaussichten - mit einer Ausbildung zum Fahrzeuglackierer. Foto: HAUK MEDIEN ARCHIV / Alexander Hauk / www.bayernnachrichten.de / pixelio.de

Beim Berufsbild des Fahrzeuglackierers handelt es sich nach der Handwerksordnung (HwO) sowie dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) um einen anerkannten Ausbildungs- und Lehrberuf. Nachdem die Ausbildung in Industrie und Handwerk anerkannt ist, wird diese von den Industrie- und Handelskammern als auch den Handwerkskammern getragen. Der Beruf Autolackierer gehört zu den beliebten Berufen, also ist mit einer entsprechend hohen Mitbewerberzahl zu rechnen.

Der Aufgabenbereich des Fahrzeuglackierers

Der Aufgabenbereich des Fahrzeuglackierers ist vielfältig. Grundsätzlich geht es natürlich um das Lackieren von Fahrzeugen. Dazu gehören aber auch Bereiche wie das Versiegeln von Hohlräumen, Grundieren sowie die Instandsetzung von Schäden. Hier kann es zu einer leichten Überschneidung mit dem Karosseriebauer kommen, mit dem der Lackierer normalerweise eng zusammenarbeitet. Neben der versierten Verwendung verschiedener Lacktypen (Kunstharzlacke als auch Lacke auf Wasserbasis) muss ein Fahrzeuglackierer einen guten Sinn für Farben haben, denn oft werden die Farben auch selbst zusammengemischt. Da Karosserieteile zur Bearbeitung vom Fahrzeug entfernt werden müssen, ist ebenso ein technisches Grundwissen zum Fahrzeugbau Voraussetzung.

Schulische Voraussetzungen und Ausbildungsdauer

Die Zugangsvoraussetzungen sind normalerweise niedrig und es wird kein besonderer Schulabschluss vorausgesetzt. Allerdings wird der Einstieg wie in vielen anderen Berufen für Hauptschüler immer schwieriger, weil viele Ausbildungsbetriebe Schulabgänger mit Mittlerer Reife, also Realschulabschluss, bevorzugen. Die Ausbildungszeit selbst beträgt drei Jahre. Wie in vielen anderen Berufen gibt es ebenso die Möglichkeit für besonders begabte Auszubildende, ihre Lehrzeit zu verkürzen. Die Ausbildung findet im Industrie- oder Handwerksbetrieb statt, dazu kommt schulischer Unterricht in Berufsschulen. Zwischen- und Abschlussprüfungen werden bei den Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern durchgeführt.

Weiterbildung und Spezialisierung

Fahrzeuglackierern mit erfolgreichem Berufsabschluss stehen viele Wege für eine weitere berufliche Spezialisierung offen. So umfasst das Tätigkeitsfeld nicht nur die Arbeit an Automobilen. Auch im Schiffs- und Yachtbau, bei Eisenbahnbetrieben und in der Industrie wie zum Beispiel Luft- und Raumfahrt finden sich Berufsmöglichkeiten. Die traditionelle Weiterbildung erfolgt natürlich zuerst einmal als Lackiermeister im Handwerk bzw. Industriemeister mit der Fachrichtung Lackierung über Industrie- und Handelskammer. Weitere Spezialisierungen wären unter anderem die Fortbildung zum staatlich geprüften Techniker oder Betriebsmanager in der Industrie bzw. zum Fachverkäufer für Lacke im Handwerk. Natürlich steht auch der Selbstständigkeit im eigenen Betrieb nach erfolgreichen Meisterprüfungen nichts im Wege.

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