Wie gut bremst Ihr Auto?

Wenn es darauf ankommt, sind kurze Bremswege wichtig! Foto: © Marcel Schauer / Fotolia.com

Wer sich heute ein Automobil kauft, interessiert sich in der Regel für die Leistung des Fahrzeugs, dessen Ausstattung, den Kraftstoffverbrauch und natürlich den Preis. In puncto Sicherheit vertrauen die meisten Autofahrer auf die Gesetze, Vorschriften und vor allem darauf, dass die Hersteller diesen Vorgaben nachkommen. Dabei werden viele unterschiedliche Chrash- und Fahrtests unternommen. Zwar entsprechen die bei so gut wie allen Fahrzeugen den vorgegebenen Richtlinien, dennoch wird den Bremsen unterm Strich nicht zu viel Bedeutung beigemessen. Bei Tests wird natürlich auch das Bremsverhalten berücksichtigt. In Bezug auf die Fahrzeugdaten und Eigenschaften liegen diese auch innerhalb ihrer Grenzen. Doch wie sieht es eigentlich mit Ihrem Fahrzeug aus, vergleicht man Ihr Modell mit sämtlichen Bremsergebnissen der unterschiedlichsten Hersteller und Modelle?

Sportwagen haben die besten Bremseigenschaften

Werden die Testergebnisse der vielen einzelnen Tests von renommierten Automagazinen und Klubs miteinander verglichen, ergibt sich ein Bild, das durchaus einige Schlüsse zulässt. So ist es wenig überraschend, dass insbesondere Sportwagen beim Bremsen stets gut abschneiden. Die Systeme sind meist nicht nur sehr stark überdimensioniert, aufgrund der hohen Geschwindigkeiten wird in vielen Fällen oft auch moderne Technik, also zum Beispiel Keramikbremsen, eingesetzt. Dazu kommt, dass Sportwagen verhältnismäßig leicht sind. Das aber sind Kleinwagen auch. Wie sieht es also bei den Fahrzeugklassen der Kompakten und Kleinen aus? Vergleichen Sie die Bremswerte mit den Sportwagen, werden fast schon erschreckende Resultate sichtbar: auf den untersten Plätzen rangieren vornehmlich Kleinwagen und Fahrzeuge mit einem eher günstigen Preis. Fazit: der Preis wirkt sich also durchaus auf die Qualität der verbauten Technik aus.

Selbst SUVs haben weitgehend gute Werte, nur nicht preiswerte Autos

Diese Erkenntnis wird dadurch verstärkt, dass beispielsweise hochpreisige und gleichzeitig schwere SUVs eigentlich gut abschneiden. Nur die, die in der Anschaffung preislich ebenfalls extrem weit unten zu finden sind, weisen ähnlich schlechte Ergebnisse auf. Das ist insofern interessant, da SUVs ja mit die schwersten Fahrzeuge überhaupt sind und dadurch eigentlich einen relativ langen Bremsweg haben müssten. Bedenkt man aber hier ebenfalls, dass es ausschließlich die vermeintlichen Schnäppchen sind, die schlechter abschneiden, gibt das zu denken. Denn die Bremssysteme sollten stets eher über- statt unterdimensioniert sein. Was lässt sich also tun als Besitzer eines solchen Kleinwagens und preislich günstigen Fahrzeugs? Zunächst einmal ist es sinnvoll, ausschließlich auf Markenware zurückzugreifen, wenn es an den Bremsendienst geht. Zudem sollte stets auf eine gute Bereifung gedacht werden.

Wie Sie selbst das Bremsverhalten verbessern können

Bremsen bedeutet nämlich nichts anderes, als Bewegungsenergie (das Fortbewegen) in Wärmeenergie (das Bremsen) umzuwandeln. Nun stößt aber jeder Körper hier an mechanische Grenzen, wo aus Wärmeenergie Reibungsenergie wird. Der wird beispielsweise durch ABS-Systeme beeinflusst, weil nur so viel Energie auf die Bremsen übertragen wird, dass es gerade nicht zur Reibung, also dem Blockieren der Räder, kommen kann. Daher sind hier zusätzlich stets gute und hochwertige Reifen zu empfehlen. Auch wenn die Hersteller hier Reifen mit möglichst geringen Reibwerten suggerieren aufgrund eines besseren Kraftstoffverbrauchs, sollte dann lieber der in Kauf genommen werden, als vorschnell blockierende Reifen. Dennoch ein Trost: gab es um die Jahrtausendwende noch keine Fahrzeuge, die unter 35 Metern Bremsweg aus 100 km/h heraus zum Stehen kamen, schaffen das heute alle Fahrzeuge.

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