Diesel im Winter

Diesel-Pkws sollten im Winter möglichst in einer Garage parken. Foto: © ferkelraggae / Fotolia.com

Der Winter ist da! Die Leute bauen Schneemänner und spielen im Schnee. Doch die schöne Seite der Medaille hat auch Ihre schlechte. Besonders, wenn Sie ein Dieselfahrzeug fahren, müssen Sie sich nicht wundern, falls Ihr Wagen nicht anspringt.

Die Tücken und Gefahren des Winters

Im Winter kommt es in unseren Gefilden immer öfter vor, dass die Temperaturen besonders nachts weit unter null° Celsius fallen. Für Diesel betriebene Fahrzeuge bedeuten die tiefen Temperaturen das Aus. Bereits um den Gefrierpunkt beginnen die Paraffine in dem Kraftstoff auszuflocken und bilden kleine Klümpchen, die sich schließlich in den Leitungen festsetzen und diese langsam verstopfen. Mit Glück springt Ihr Wagen noch an, wird aber mit großer Sicherheit bereits nach wenigen Metern wieder ausgehen. Bei circa minus 23° Celsius ist der Punkt erreicht, an dem der Dieselkraftstoff vollkommen ausgeflockt ist und der Motor beim starten keinen Ton mehr von sich gibt. Um diesem Problem entgegen zu wirken, ist es ratsam Ihr Fahrzeug gerade über Nacht in einer Garage unter zu stellen. So ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass der Kraftstoff sich festsetzt. Haben Sie keine Möglichkeit, Ihr Auto wind- und kältegeschützt abzustellen, können Sie in Fachmärkten sogenannte Additive Zusätze für Ihr Dieselfahrzeug kaufen. Diese vermeiden die Verklumpung des Diesels bis zu einer Temperatur von minus 10° Celsius, können allerdings auch bei Temperaturen unter 20° Celsius nichts mehr für den Motor Ihres Fahrzeuges tun.

Was tun, wenn der Diesel verklumpt ist?

Entgegen den Methoden, die in russischen Gefilden bei einem verklumpten Dieselkraftstoff durchgeführt werden, sollten Sie die Hilfe Ihrer Werkstatt, oder des ADACs in Anspruch nehmen. Wird das Auto nicht benötigt, was natürlich bei vielen selten der Fall ist, heißt es abwarten, bis die Temperaturen wieder gestiegen sind. Wenn Sie in der Lage sind, den verklumpten Diesel abzupumpen, müssen Sie ihn in einem warmen Raum bei ca. 20 Grad plus lagern. Erst dann verflüssigen sich die ausgeflockten Paraffine wieder und der Diesel kann wieder als Treibstoff genutzt werden. Andere Methoden sind sehr gefährlich. Zum Beispiel das Erwärmen des Dieseltanks mit einem Bunsenbrenner, oder gar mit einem richtigen Feuer, kann zur Explosion des Tanks führen!

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