Google mischt den Automarkt auf

Neue Google online Automobilbörse. Foto: © Mifune - Fotolia.com

Neue Google online Automobilbörse. Foto: © Mifune / Fotolia.com

Das neue Google Cars ist eine Suchmaschine für Pkw. Das Pilotprojekt läuft rund um San Francisco. Experten rechnen damit, dass das Portal schon bald auch anderswo verfügbar sein könnte.

Audi, BMW, Ford und VW dabei

In den USA lassen sich über Google Cars Neufahrzeuge und Händler finden. Das Ganze funktioniert ähnlich, wie die Suche bei Portalen wie mobile.de oder autoscout24.de. Das Erscheinungsbild entspricht den bekannten Designs anderer Google-Angebote. Selektiert werden kann nach Hersteller und Modell. Von den deutschen Automarken sind derzeit Audi, BMW, Ford und Volkswagen vertreten. Wählt man statt der Car-Suche die Dealer-Suche, werden auf dem Screen von Google Maps die Händler im Umkreis angezeigt.

Bald auch Privatangebote?

Es gibt Vermutungen, dass später auch private Anbieter ihre Fahrzeuge einstellen können. Erst einmal scheint die Stoßrichtung des US-amerikanischen Online-Riesen klar der professionelle Automarkt zu sein. So ein Suchportal könnte über kurz oder lang sogar die Konkurrenz zwischen den verschiedenen Händlern und Autohäusern einer Marke anfachen. Sucht der Kunde eine spezielle Konfiguration, kann er sehr schnell und ohne Einfluss des jeweiligen Herstellers Angebote miteinander vergleichen. Zumal in den deutschen Grenzregionen könnte das Portal zu einer weiteren Belebung des privaten Re-Import-Marktes für deutsche Premiumfahrzeuge führen. In Bedrängnis kämen zudem Online-Autohändler wie autoda.de. Noch fehlen bei Google Cars allerdings preisgünstige junge Gebrauchte und Vorführwagen.

Kosten für Händler schnell amortisiert

Nichts bekannt ist derzeit über die Suchalgorithmen und eventuelle Kosten, die den Autohändlern für die Platzierung ihrer Fahrzeuge berechnet werden. Als wahrscheinlich kann allerdings gelten, dass Händler und Fahrzeuge, die in Google Cars vertreten sind, auch sonst bei einschlägigen Google-Suchanfragen ein gutes Ranking erwarten können. Allein dadurch könnten sich die Kosten für die Autohändler schnell amortisieren.

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