Geblitzt worden und nun?

Geschwindigkeitsrausch - gefährlich und teuer! Foto: Gabriela Mehl  / pixelio.de

Geschwindigkeitsrausch – gefährlich und teuer! Foto: Gabriela Mehl / pixelio.de

Hatten Sie auch schon einmal Kontakt mit dem roten Blitzlicht der Polizeibehörde? Dann geht es Ihnen wie vielen anderen Autofahrern. Wussten Sie das in Bielefeld am meisten geblitzt wird? Der A2 Blitzer ist eine sichere Einnahmequelle für die Stadt und hat alleine im Jahr 2013 13 Millionen Euro eingebracht.

Verkehrsverstöße in Deutschland

Die Straßenverkehrsordnung hat seit Mai 2014 einen neuen Bußgeldkatalog in Kraft gesetzt. Auch das alt bekannte Punktesystem aus Flensburg wurde neu strukturiert und an den neuen Plan angepasst. Wie viele Punkte bzw. Geldbuße es für eine Tat gibt, hängt alleine von der Schwere derer ab. Hier unterscheidet man grundsätzlich in Ordnungswidrigkeiten, grobe Ordnungswidrigkeiten, einfache Straftaten und Straftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis.

Wie verhalte ich mich nach dem Blitzkontakt?

Sollten Sie sich nicht ganz sicher sein, ob der Blitz Sie oder einen anderen getroffen hat dann sehen Sie am besten von eigenen Maßnahmen zur Klärung ab. Bewahren Sie Ruhe und warten Sie auf Post. Die Behörde meldet sich in jedem Fall bei Ihnen! Manchmal kann es aufgrund des hohen Verwaltungsaufwandes zu einer längeren Wartezeit kommen. Es ist keine Seltenheit das ein Blitzbrief erst 4 Wochen nach Verstoß ins Haus flattert. Sollten Sie sich jetzt bereits Sorgen um die möglichen Kosten und Folgen machen, dann nutzen Sie einfach den unkomplizierten Bußgeldrechner im Netz. Der verrät Ihnen im Nu ob gar der Führerschein in Gefahr ist oder es bei der Geldstrafe bleibt.

Zu Unrecht beschuldigt

Haben Sie Zweifel an dem Vorfall? Vielleicht können Sie sich ja erinnern, dass Sie sich an die Geschwindigkeit gehalten haben. Ihre Vermutungen sind grundsätzlich berechtigt, schließlich haben die Messinstrumente nicht immer Recht. Innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt der verhängnisvollen Post können Sie einen Widerspruch erheben. Danach steht das Thema allerdings nicht mehr zur Debatte. Sollten Sie das Bußgeld erst einmal zur Sicherheit bezahlt haben, ist das laut einem Gerichtsurteil vom Oberlandesgericht Stuttgart von 1997 noch kein Verzicht auf einen Einspruch. Dieser steht Ihnen fristgemäß immer zu!

Die schlimmste Bestrafung seit es Punkte gibt

Die Bedrohung des eigenen Führerscheins stellt für alle ein Problem dar. Niemand möchte gerne darauf verzichten. Aber was wenn man wirklich darauf angewiesen ist? Sollten Sie dringliche Gründe vorweisen können, die eine Umwandlung der Strafe rechtfertigen, dann müssen Sie unbedingt innerhalb der Frist diese schriftlich darlegen. Ein solcher Grund könnte beispielsweise sein, dass Sie beruflich auf das Auto und die Fahrlizenz angewiesen sind. Kraftfahrer, Pflegepersonal im ambulanten Einsatz und ähnliches treffen auch bei der Behörde auf Verständnis. Auch ein sogenanntes Versagen im Augenblick oder eine Schwerbehinderung und ähnliches können das Fahrverbot abwenden. Es ist am Ende keinem geholfen, wenn Ihre Existenz bedroht werden würde und Sie zum Sozialfall mutieren. Allerdings bekommen Sie höchst wahrscheinlich ein höheres Bußgeld, sollte Ihr Widerspruch Anklang finden.

Verjährungsfristen für Bußgelder

Bekommen Sie einen Anhörungsbogen von der Behörde zugesendet, dann werden Sie als Halter beschuldigt. Einen Zeugenfragebogen hingegen, bekommen Sie wenn man nicht sicher sagen kann ob der Halter auch dem geblitzten Fahrer entspricht. Der zuletzt genannte Bogen ist für eine mögliche Verjährung eher von Vorteil. Denn hier wird das Verfahren nicht unterbrochen, sondern verzögert. Im Zweifel sollten Sie natürliche fachkundigen Rat eines Rechtsbeistands einholen. Aber grundsätzlich sind die Behörden zugänglich und selbst bei Schwierigkeiten die Strafe zu tilgen können Sie eine Ratenzahlung beantragen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein und getagged , , . Bookmarken: Permanent-Link. Momentan ist weder das Kommentieren noch das Setzen eines Trackbacks möglich.