Deshalb boomt der digitale Ersatzteilkauf

Foto: auto-im-vergleich.de  / pixelio.de

Foto: auto-im-vergleich.de / pixelio.de

Reparaturen am Auto sind nicht selten eine teure Angelegenheit. Immer mehr Autobesitzer machen sich aus diesem Grund im Internet auf die Suche nach Ersatzteilen. Allein im vergangenen Jahr wurden über 6 Millionen Autoteile im Internet verkauft.

Der Trend zum Online-Kauf
Der Internethandel boomt schon seit einigen Jahren und mittlerweile gibt es praktisch keine Branche, bei der man nicht günstig im Netz einkaufen kann. Auch die Zahlen der Verkäufe von Autoersatzteilen steigen jedes Jahr immer weiter an und sorgen für einen stetig wachsenden Markt. Dem AutoTeileOnlineMonitor (ATOM) von TNS Infratest zufolge werden mittlerweile schon über 6 Millionen Ersatzteile pro Jahr im Netz verkauft. Dabei sind bisher lediglich 15 Prozent der deutschen Autobesitzer im Internet aktiv. Hält der Trend an, dann dürfte die Zahl in den kommenden Jahren noch einmal deutlich ansteigen. Gekauft werden am häufigsten Reifen, Scheibenwischer und Lichtteile. Auch Filter und Bremszubehör sind vergleichsweise beliebt. Etwas geringer ist die Nachfrage nach komplexeren Bauteilen. Dies liegt jedoch vor allem daran, dass sie nicht so häufig benötigt werden. Ist eine Reparatur an der Achse oder dem Antrieb notwendig, scheuen sich viele Autobesitzer nicht davor, auch ein komplexeres Bauteil zu kaufen.

Flexibilität und Seriosität
Der häufigste Grund für den Ersatzteilkauf im Internet ist wenig überraschend der günstige Preis. Allerdings legen viele Autobesitzer nicht nur Wert auf billige Teile. Die Flexibilität viele Online Shops spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Durch einfache Bestelloptionen und das Rückgaberecht machen viele Anbieter ihren Kunden den Einkauf leicht. Dazu kann der Autobesitzer selbst entscheiden, bei welchem Shop er seine Ersatzteile kauft und damit verstärkt auf Seriosität achten. Letztendlich bleibt der Kostenfaktor jedoch sehr oft entscheidend. Manche Werkstätten schlagen einen deutlichen Aufschlag auf die Preise von Großhändler auf und so kostet ein Teil in der Werkstatt nicht selten bis zu 70 Prozent mehr. Zudem lassen sich die Angebote der Internetshops viel schneller und einfacher miteinander vergleichen. Den günstigsten Shop kann man auf diese Weise in wenigen Minuten finden. Wer auf die gleiche Weise die günstigste Werkstatt ermitteln möchte, muss deutlich mehr Zeit und Aufwand investieren.

Probleme für die Werkstatt
Während der Einkauf von Ersatzteilen zunehmend über das Internet stattfindet, suchen viele Autobesitzer zum Einbau der Teile jedoch immer noch eine Werkstatt auf. Rund 50 Prozent aller Online-Einkäufe werden von gelernten Automechanikern in Werkstätten eingebaut. Allerdings nimmt die Zahl der Werkstätten, die sich weigern, fremd gekaufte Teile einzubauen, immer weiter zu. Dies resultiert vor allem aus zwei Gründen. Zum einen verdienen die Werkstätten natürlich weniger, wenn die Kunden ihre Ersatzteile selbst kaufen. Viel ausschlaggebender ist jedoch die Tatsache, dass der Autobesitzer sich bei nachfolgenden Problemen erst einmal an die Werkstatt wendet. Diese haftet zwar generell nur für Fehler, die bei der Montage entstanden sind, den Nachweis muss man jedoch erst einmal erbringen. Der Kunde wird immer zuerst auf die Werkstatt zugehen, sodass diese beweisen muss, dass der Fehler nicht bei ihr liegt. Aus diesem Grund macht es für viele Werkstätten Sinn, Kundenanliegen mit selbst gekauften Ersatzteilen direkt im Vorfeld abzulehnen.

Mehr über Autoteile und Werkstattleistungen im Internet gibt es hier: AutoTeileOnlineMonitor (ATOM)

Dieser Beitrag wurde in Allgemein veröffentlicht und getaggt , , , , , . Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen. Sowohl Kommentare als auch Trackbacks sind geschlossen.