Top 5: Die größten Winterreifen-Irrtümer

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Wenn es auf deutschen Straßen glatt wird, müssen Autos die richtigen Reifen vorweisen. Doch um die Winterreifen ranken sich viele Mythen und Halbwahrheiten. Hier die 5 größten Irrtümer im Überblick.

#1: Winterreifen müssen ab Oktober aufgezogen sein

Erfahrene Autofahrer wissen, Autos sollten typischerweise im Zeitraum von Oktober bis Ostern mit Winterreifen unterwegs sein. Die klassische Faustregel ist jedoch keine gesetzliche Vorgabe. Dem Gesetz zufolge gilt in Deutschland eine situative Winterreifenpflicht. Dies bedeutet, dass die Bereifung eines Fahrzeuges den äußerlichen Temperaturen entsprechen muss. Bei Schnee, Glätte und Eis sind dagegen Winterreifen Pflicht, unabhängig davon, ob dies im Oktober oder im Januar der Fall ist.

#2: Die Versicherung zahlt immer

Ein berühmter Mythos der deutschen Verkehrsteilnehmer ist die Aussage, dass die Kfz-Kaskoversicherung im Schadensfalle ja für die Kosten aufkommen wird. Gerade bei einer falscher Bereifung im Winter kann dies tatsächlich nicht der Fall sein. Wer sich bei einem Unfall grober Fahrlässigkeit schuldig macht, der zahlt nicht selten selbst für die entstandenen Schäden. Zu diesen groben Fahrlässigkeiten zählt in der Regel, wenn Sie bei Winterwetter mit Sommerreifen unterwegs sind.

#3: Verletzung der Winterreifenpflicht bringt lediglich eine Verwarnung

Unabhängig davon, ob der Fahrer einen Unfall verursacht oder nicht, wird die falsche Bereifung in jedem Falle teuer, wenn Sie von der Polizei erwischt werden. Vielfach hält sich hier der Mythos, dass Fahrern in solchen Fällen nur eine Verwarnung droht. Wer mit Sommerreifen bei Winterwetter und glatten Straßen unterwegs ist, muss mit 60 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Doppelt so teuer wird die Sache, wenn man bei seiner Fahrt andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringt. Zahlen muss dabei immer der Fahrer und nicht der Halter. So ist es beispielsweise durchaus legal, bei Winterwetter Sommerreifen aufgezogen zu haben. Wichtig ist nur, dass das Auto nicht auf der Straße unterwegs ist.

#4: Winterreifen erhöhen den Spritverbrauch

Die Tatsache, dass viele Winterreifen einen höheren Spritverbrauch im Auto verursachen, ist ein beliebtes Argument, dass viele Gegner des Reifenwechselns gern anführen. Wirklich wahr ist dies in der heutigen Zeit jedoch kaum noch. Durch die fortschreitende Entwicklung liegt der Rollwiderstand von Winterreifen heute praktisch auf einem Niveau mit ihren Sommerkollegen. Zu hoher Benzinverbrauch lässt sich viel öfter auf falschen Reifendruck zurückführen. Und auch die Aussage, dass mit Winterreifen langsamer gefahren werden muss, ist heute kaum noch haltbar. Mittlerweile sind die Reifenmodelle für den Winter bis zu einer Geschwindigkeit von 270 km/h zugelassen. Ob dieses Tempo bei Schnee und kaltem Wetter allerdings wirklich eine kluge Idee ist, steht auf einem anderen Blatt.

#5: Die Ganzjahresreifen

Um sich das lästige Reifenwechseln zu ersparen, wechseln viele Fahrer auf Ganzjahresreifen und gehen davon aus, alles richtig zu machen. Ganzjahresreifen sind rein rechtlich gesehen durchaus eine legale Alternative, viele Experten raten jedoch von dem Kauf ab. Letztendlich handelt es sich bei der Reifenvariante um eine Kompromissversion. In Hinblick auf die eigene Sicherheit gerade im Winter, kommen Sie mit einem Spezialreifen immer besser.

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