Die Adam Opel AG wurde 1862 in Rüsselsheim gegründet und gehört seit ihrer Umwandlung zur Aktiengesellschaft im Jahr 1929 zu General Motors. Der deutsche Autobauer begann zunächst mit dem Bau von Nähmaschinen und stellte etwas später auch Fahrräder her. Der Gründer, Adam Opel, hatte die Vision seinen Betrieb zum größten Nähmaschinenhersteller der Welt auszubauen. Nach seinem Tod im Jahr 1895 haben seine Söhne jedoch die Produktion von Nähmaschinen zurück gefahren (und später komplett eingestellt) und sind auf die Produktion von Autos umgestiegen. Bis 1940 wurden zusätzlich auch weiterhin Fahrräder gefertigt. Adam Opel selber hatte niemals geplant Automobile zu bauen und stand dieser neuen Technik eher skeptisch gegenüber.
Bis 1928 war es Opel gelungen, zum größten Autobauer Deutschlands aufzusteigen. Dies lag unter anderem daran, dass 1924 die Fließbandproduktion eingeführt, bis dahin noch keine andere deutsche Autofabrik nutzte. Außerdem bot Opel verschiedene Karosserie- und Ausstattungsvarianten an, was ebenfalls eine Neuheit war. Ende 1928 wandelte Opel seine Rechtsform von einer Kommanditgesellschaft in eine Aktiengesellschaft um und wurde Anfang 1929 vom amerikanischen Autokonzern General Motors übernommen. Während des Zweiten Weltkrieges baute das von der Weltwirtschaftskrise gebeutelte Unternehmen Opel keine zivilen Fahrzeuge mehr, doch in der Nachkriegszeit ging es mit der Marke und der Produktion von privaten PKW wieder bergauf.
Als der VW Käfer ab den 1950er Jahren auf dem Vormarsch war, musste Opel sich etwas einfallen lassen, um nicht zu viele Kunden an die Konkurrenz aus Wolfsburg zu verlieren. Deshalb haben sie den Opel Kadett, der bereits vor dem Krieg gebaut wurde, vollkommen überarbeitet und ihn als Limousine, Coupé und Caravan auf den Markt gebracht. Dank einer sehr erfolgreichen Marketingkampagne war der Kadett ein voller Erfolg und gab den Anstoß zu Opels Blütezeit. Der Kadett wurde Anfang der 90er Jahre in Astra umbenannt und wird bis heute noch produziert. Kultstatus erreichte Opel mit Modellen wie dem Manta, der sogar in mehreren Filmen verewigt wurde, nämlich in „Manta, Manta“ mit Til Schweiger und Tina Ruland und in „Manta-der Film“.
Im Laufer der 90er Jahre und zu Beginn des neuen Jahrtausends sanken die Absatzzahlen bei Opel und durch die rigorosen Sparpläne des damaligen Managers, litt auch die Qualität. Die Finanzkrise im Jahr 2008 stürzte den Mutterkonzern General Motors und damit auch Opel noch weiter in die Krise. Um die deutschen Standorte und damit auch die über 25.000 Arbeitsplätze zu sichern, wollte Opel sich von GM lösen und sollte von anderen Unternehmen gekauft und dadurch gerettet werden. Nach viel Hin und Her entschied sich GM schließlich, Opel doch zu behalten.
Im August 2010 machte Opel Furore mit der Aussage, dass es bei jedem abgeschlossenen Neuwagen-Kaufvertrag eine lebenslange Garantie bis zu 160.000 Kilometer gibt. Diese Garantie gilt für alle Fahrzeuge die nicht gewerblich genutzt werden und beinhaltet die Übernahme aller Lohnkosten für Garantiearbeiten. Ab einem Kilometerstand von 50.000 km muss sich der Kunde prozentual an diesen Kosten beteiligen.
Ab 2011 bietet Opel mit dem Ampera auch ein Elektrofahrzeug an. Dieses Fahrzeug ist technisch identisch mit dem Chevrolet Volt, da beide Marken zum GM-Konzern gehören. Der Ampera fährt ausschließlich elektrisch, so lange die Akkus genügend geladen sind. Der Verbrennungsmotor soll nur zum Nachladen der Batterien dienen und wird daher auch Range Extender, also ‚Reichweitenverlängerer‘, genannt.
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