Die Gründung des tschechischen Autoherstellers Škoda geht auf das 1895 gegründete Unternehmen Laurin & Klement zurück. Dieses Unternehmen baute bereits Autos und wurde im Jahr 1925 vom Maschinenbaukonzern Škoda aufgekauft. Laurin & Klement hatte zunächst begonnen Fahrräder zu bauen und entschied sich 1899 auch Motorräder zu produzieren. Bereits 1902 verließ das zweitausendste Motorrad das Werk. Autos wurden erst ab 1905 hergestellt, obwohl sie schon 1901 die ersten Pläne hierfür vorgestellt hatten.
Im Jahr 1912 übernahm Laurin & Klement die Reichenberger Automobil Fabrik und wurde schon bald der größte Hersteller von Automobilen in Österreich-Ungarn. Das Unternehmen hat neben PKW auch Rennwagen, Stationärmotoren, Nutzfahrzeuge, Omnibusse, Landmaschinen und Straßenwalzen hergestellt. Ungefähr 40 Prozent aller Autos wurde nach Russland exportiert, doch auch nach Japan, Südamerika, Neuseeland und in den Großteil der europäischen Länder wurden Autos geschifft.
Durch den Ersten Weltkrieg wurde Laurin & Klement sehr geschwächt, was der Maschinenbaukonzern Škoda nutzte, um den Autobauer aufzukaufen. Der neue Eigentümer entschied sich, die Produktion von Fahr- und Motorrädern komplett einzustellen und sich nur noch auf den Bau von Automobilen zu beschränken. Im Jahr 1930 wurde die Autosparte ein eigenständiger Geschäftsbereich.
Im Laufe der Jahre versuchte Škoda trotz der Einschränkungen, die die sowjetische Regierung auferlegt hatte, an alte Erfolge anzuknüpfen. Dies gelang erst im Jahr 1991, also Škoda im Zuge der Privatisierung an den Volkswagen Konzern verkauft wurde. Ebenfalls im Jahr 1991 wurde mit Škoda Auto Deutschland ein deutscher Importeur gegründet. Dank Modellen wie dem Škoda Fabia und dem Škoda Octavia gelang es dem Unternehmen, nach Westeuropa zu expandieren.
Škoda ist seit 2004 offizieller Sponsor der Tour de France und unterstützt auch sonst tatkräftig den Radsport, da die Firma eine besondere Verbindung zum Fahrrad hat.
Im Jahr 2009, als die meisten Autohersteller hart von der Finanzkrise getroffen wurden, konnte Škoda die meisten Fahrzeuge der Firmengeschichte ausliefern. Heute kann man in mehr als 100 Ländern Škoda Autos erwerben.
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